Leas Notizblog

Frankfurt City Triathlon 2015

Lea auf dem Frankfurt City Triathlon 2015

Es kam überraschend. Die Teilnahme am Frankfurt City Triathlon. Die Gelegenheit war da. Ich griff zu.

Wie immer verfluchte ich mich im Vorfeld des Wettkampfs wegen meiner Spontaneität. Lustig, was da dann immer in meinem Kopf abgeht… „warum tue ich das?“, „wäre es nicht ein wunderschöner Tag, wenn ich den Wettkampf nicht hätte“. Egal. Es ist nun mal so, wie es ist. Und da mein Rad bereits eine Nacht am See verbracht hat, werde ich nicht drumherum kommen, mich nach dem Schwimmen drauf zu schwingen, um alle meine Besitztümer wieder an einem Platz beieinander zu haben.

Man muss wissen: der Frankfurt City Triathlon hat 2 Wechselzonen, die 28 km voneinander entfernt liegen. So ist die Vorbereitung und das Packen der Taschen eine logistische und auch intellektuelle Herausforderung. Es gibt drei Tüten. Die eine gibt man mit seinen Laufklamotten schon Samstags Abends ab, wenn man sein Bike, den Helm und die Startnummer bereits am See deponiert. Die zweite Tüte legt man morgens kurz vorm schwimmen ab mit Radutensilien bestückt und die dritte gibt man kurz vorm Start weg mit den Klamotten von „davor“ und für „danach“. Bin froh, dass ich das hinkriege.

Okay. Morgens nach Weckerklingeln gehen mir also die oben genannten Kontra-Argumente durch den Kopf. Ich trietze den Coach, bereits früher loszufahren. Vielleicht kommen wir ja gar nicht am Langener Waldsee an. Die Straßen sind schließlich großflächig gesperrt. War gut! Alles andere wäre im Fiasko geendet.

Den Wettkampf beschreibe ich jetzt ganz kurz: So anstrengend, wie das „davor“ war, so klasse ist das „mittendrin“. Der Langener Waldsee ist herrlich. Bisher noch niemals so schön „open water“ geschwommen. Ich – jetzt kommt’s – bleibe in einer Gruppe (wie cool ist das denn) und komme gut aus dem Wasser. Das mit den Tüten läuft. Umziehen, ab aufs Rad. (Da ist zu erwähnen, dass ich mich mitten beim Schwimmen gefragt hab, ob meine Reifen überhaupt okay sind. Hab ich nämlich nicht nochmal gecheckt vor Start… nee, is klar. Kommt auf die „Lernliste“) Reifen waren aber noch prall gefüllt. Rad bringt mich über eine komplett abgeriegelte Bundesstraße nach Frankfurt rein. Das macht SPASS!!! Wieder Tüten. Dann sternförmig durch die Frankfurter Innenstadt laufen. Dort interessiert außer den Fans eigentlich keine Socke, dass wir uns gerade in der Mittagshitze den Allerwertesten aufreißen. Aber egal. Dafür ist mein Supportteam super! (Danke Coach und Jana)… Während ich noch angefeuert werde, laufe ich auch schon durch den kleinsten Zielbogen der Welt.

Fazit:
Es lohnt sich immer auf die Siegerehrung zu warten: es könnte ja sein, dass Du den ersten Platz in der Altersklasse gemacht hast. Es könnte ja sein, dass Faris persönlich darauf wartet Dir zu dem Ergebnis zu gratulieren. Es könnte ansonsten sein, dass Du einfach heimfährst und dann abends auf der Terrasse erfährst, dass Du auf dem Treppchen vermisst wurdest. Ist dann halt doof.

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