Leas Notizblog

Hamburg Triathlon 2015

Ein Triathlon ist ein Triathlon ist ein Triathlon (so viel Lyrik muss sein- steckt ja auch so viel Wahres darin).

Also von vorne: Relativ früh im Jahr haben wir uns mit den BaR-Nis für den Hamburg Triathlon angemeldet. Das war schon ein etwas aufwändigeres Verfahren, musste man sich doch erst voranmelden. Dann, als die Anmeldung „offiziell“ geöffnet wurde, durfte man sich richtig anmelden. Interessant: je später, je teurer. Der Schmerz begann also schon hier.

Dann folgen 6 Monate hartes Training. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Manch einer trainiert fair, offen und aktiv. Manch einer ist ein Heimlichtrainierer. Fakt ist: wir konzentrieren uns ganz auf das große Ziel. Selten so viel vorher geschwommen. Noch nie vorher so viel im See trainiert. Alle Register gezogen. Alles gegeben.

Dann kommt der 18. Juli näher. Und damit die Wahrheit: Man kann auf so vieles hinarbeiten. Man kann 6 Monate lang trainieren und sicherstellen, dass man sich wohl fühlt und gut vorbereitet fühlt. Was man aber nicht kann, ist das Wetter beeinflussen. So kam es wie folgt- Samstag: Sonnenschein. Montag: Sonnenschein. Sonntag: Regen.

Sonntag ist also unser großer Tag. Wir sind hier. Es regnet. Und der Startschuss fällt.

Wir schwimmen durch die Alster. Schnell nochmal vergessen, was ich tags zuvor im Wasser rum treiben sah. Easy, denn wie immer schwimmen mir die anderen davon (denke ich). Also alleine versuchen, die optimale Schwimmstrecke zu finden. Wo sind die Anderen? Ah, da ist ne Kappe. Gut, schwimm ich auf die zu! Schnell nochmal unter der Brücke raus und zuschwimmen auf den netten Menschen an der Treppe, der mich an Land zieht.

Gut. Ab auf die längste Wechselzone der Welt. Aber echt… puh… Aber immerhin reicht die Zeit, den Neo über den bereits strapazierten Körper zu streifen. Ist es denn echt so schwer? Ja. Irgendwie schon. Jetzt also auf mein Kharma.

Zum ersten Mal hab ich kein Bock auf Rad. Sonst Paradedisziplin. Heute… naja… ich möchte das nicht… Denke ans Aufhören. Nicht, weil es mich anstrengt. Weil ich keinen Bock mehr hab. Denke an Jojo „DNF ist keine Option“. Fahre weiter. Bei jedem Tritt quatscht das Wasser in meinem Schuh. Ich friere. Alles ist nass. Auf den Straßen gibt es Fahrwasserpfützen neben aalglatter Fahrbahnmarkierung. Ich fahre wie ein Ei. Eine Runde. Eine zweite Runde und da ist endlich der Wechsel.


Wieder soooo lang. Alles nass. Kalte Füsse. Jetzt sind meine Füße Eier. Ich eiere zu meinem Wechselbereich. Hier finde ich meine Laufschuhe. Es scheint, der Regen hat aufgehört. Auch egal. Ich laufe los: huch! Es läuft. Es läuft ganz gut. Vorteil, wenn man die Beine vorher kaum angestrengt hat. Toll. Fühle mich gut. Laufe vor mich hin und finde es jetzt gar nicht mehr so schlimm. Die Laufstrecke ist eine Wendestrecke und so sehe ich meine Platzierung zwischen den BaR-Ni Jungs und Mädels. Vor mir und hinter mir.


Endlich. Ein Zielbogen. Ich denke mir, jetzt kann das Ziel nicht mehr so weit sein. Auf Zielbogen folgt Zielbogen. Ja, wann kommt denn endlich der finale Zielbogen. Jetzt stehen hier so viele Menschen. Ich kann jetzt nicht mehr langsam machen. Also ziehe ich das durch. Uiii. Versuche noch beim (jetzt echten Zielbogen) zu genießen. Fällt mir irgendwie schwer. Aber dann. Das Ziel. Der Coach. Die Zahl: 2:59:20. Ha! Unter drei Stunden. Das war bis vor kurzem (eigentlich noch kurz vorm Finish) undenkbar und auch nicht das Ziel. Ich hatte die Uhr ja gar nicht im Blick. Und dann so was. Ich hab es geschafft. Toll!
Fazit:
  • Am Wetter kann man nix machen (Auch große Pizzateller leeressen hilft nix)
  • Man soll den Tag nicht vor dem Abend verfluchen
  • Auf der Reeperbahn- tagsüber mit dem Rennrad
  • Der Hamburger Triathlon ist ECHT groß!
  • Und gut organisiert! Danke!

 

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